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Das alte Schulhaus in Altdorf
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Pressestimmen: The Moonlight Swing Orchestra am 21.01.2006
Kreiszeitung (23.01.2006)  —  "Leckeres für die Ohren und den Magen
Dieses Konzert wäre nach dem Geschmack von Diederich Heßling gewesen. Heinrich Manns Romanheld erklärt nämlich mit aller Bestimmtheit, nur Konzerte zu besuchen, bei denen man auch Bier trinken könne, und das konnte man in der Altdorfer Festhalle. Aber es floss nicht nur Bier. Daneben wurden auch feine Speisen angeboten. Schon eine halbe Stunde vor Konzertbeginn gab es keine Plätze mehr an den Tischen. Der Saal war überfüllt und erfüllt vom Summen der Stimmen. Es war ein großer Jazzabend im kleinen Altdorf.
Auf den Tischen stehen Kerzen, an der Decke hängen Mobiles aus Schallplatten. Essensgerüche erfüllen die Festhalle. Auf dem Vorhang der Bühne steht "Kultur Initiative Altdorf". Diese Gruppierung hat sich zum Ziel gesetzt, "das kulturelle Leben in Altdorf zu fördern und mitzugestalten". Das ist ihr schon einige Male gelungen.
Dem Publikum wurde am Samstag einiges geboten: kulinarische und musikalische Genüsse wurden kombiniert. Zu Gast an diesem Abend, der erst nach Mitternacht ausklang, war das "Moonlight Swing Orchestra" aus Tübingen. Es präsentiert Musik aus den Dreißigern und Vierzigern des letzten Jahrhunderts. Geboten wurde eine opulente Swingrevue, die die vielen Zuhörer begeisterte. Die 15 Herren aus Tübingen musizierten munter, das Zusammenspiel war gelungen. Immer wieder gab es schöne Soli zu hören. Mit Leichtigkeit füllte das Ensemble den großen Saal mit Klang. Es wurde ziemlich laut. Viele, viele Stunden wurde musiziert. Es war ein Abend mit Längen.
Die Sängerin des Ensembles konnte nicht auftreten, da sie schwanger ist. Ein "special guest" sprang für sie ein: Stephanie Ruch aus Berlin. Sie sang mit rassiger, voller und dunkler Stimme. Die Musik dagegen war eher hell. Mit dem "Trumpet Blues" begann der Abend. Schon zu Anfang erhielt das Swing-Orchester aus Tübingen viel Applaus, der sich später zum Jubel steigerte. Das Ensemble animierte das Publikum, sich zur Musik zu bewegen.: Bereits beim zweiten Stück des Abends, der "Moonlight Serenade", wurde getanzt. Und das war ganz im Sinne der Veranstalter. Immer mehr Paare fanden sich auf der Tanzfläche ein. Die Pausen zwischen den Sets waren lang. Dem Publikum sollte Zeit gegeben werden zum Essen und Plaudern. Mit Kaffee machten sich die Besucher fit für diese lange Jazznacht. Auch während der Swing-Darbietungen wurde ausgiebig und lauthals gequatscht. So war dieses Konzert nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein gesellschaftliches Ereignis. Man konnte sich zurücklehnen und sein Bierchen genießen.
Wie gesagt: Diederich Heßling wäre sehr angetan gewesen. Kurz vor 22 Uhr begann das zweite Set. Die Stimmung war zu dieser Zeit bereits prächtig. "Get happy" wünschte die Sängerin dem Publikum. Immer wider begegnete man der Musik von Glenn Miller. Die Länge des Jazz-Konzert war auf jeden Fall rekordverdächtig. Und das Altdorfer Publikum genoss den Swing bis zum letzten Ton.
Jan Renz"


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